Ich bin ehrlich zu euch: Ich hatte Basel nie auf meiner Reiseliste stehen. Zusammen mit einer Freundin habe ich aber dann ein Blind Booking über Eurowings gemacht. Dabei kann man zwar den Abflughafen, eine Kategorie (z. B. Städtetrip, Strandurlaub, Shopping-Trip etc.) und natürlich das Datum auswählen, aber man weiß erst nach Abschluss der Buchung, wohin es geht. Bei uns wurde es Basel und ich bin echt froh darüber. Sonst wäre ich wohl nie in diese zauberhafte Stadt am Dreiländereck gekommen 🙂 Wenn wir schon einmal in der Schweiz waren, wollten wir uns einen Ausflug nach Zürich natürlich auch nicht entgehen lassen 😉

Wissenswertes über Basel

Basel gilt als Kulturhauptstadt der Schweiz: Die etwa 170.000 Einwohner können sich über schöne Altstadtgässchen, Museen von Weltrang und eine an allen Ecken spürbar hohe Lebensqualität entlang des Rheinufers freuen.

Woran denkt ihr zuerst, wenn ihr „Schweiz“ hört? Genau, an Berge. Deshalb lässt sich die Stadt am besten zu Fuß erkunden – und selbst das ist nichts für schwache Po-Muskeln 😉 Wir hatten eine Unterkunft über AirBnB gebucht, die nicht ganz im Zentrum der Stadt lag. Zum Glück hat unsere Gastgeberin uns ihre E-Bikes ausgeliehen, so konnten wir immer ganz bequem die Stadt und die umliegenden Sehenswürdigkeiten ansteuern ohne einen Herzinfarkt zu bekommen.

Obwohl die Schweiz ein direkter Nachbar von uns ist, so ist sie doch kein Mitgliedsstaat der EU – und hat deshalb auch nicht den Euro als Währung. Hier könnt ihr mit Schweizer Franken (CHF) bezahlen. Der grobe Umrechnunskurs liegt bei 1€ = 1,10 CHF.

Aber lasst euch nicht täuschen: die Kosten für Lebensmittel etc. sind in der Schweiz auch auf Euros heruntergerechnet sehr viel teurer als bei uns in Deutschland.

Übrigens: Da Basel sehr nah an Deutschland und Frankreich liegt werden hier in einigen Restaurants, Bars und Geschäften auch Euros akzeptiert. Das aber in der Regel nur mit einer „Servicegebühr“ – Franken abheben oder eintauschen lohnt sich also doch.

Sehenswürdigkeiten

Gerade weil wir vorher so wenig über Basel wussten, wollten wir die Stadt während unserer Reise besonders gut kennenlernen. Diese Sehenswürdigkeiten haben uns besonders gut gefallen:

In der Stadt

  • Münster: Eines der Wahrzeichen der Stadt ist der Basler Münster. Die Kathedrale wurde in den Jahren 1119-1500 aus roten Sandsteinen und bunten Dachziegeln gebaut und fällt er schon von weitem ins Auge. Über 115 Stufen könnt ihr die Türme des Münsters erklimmen und habt von dort aus einen tollen Ausblick über den Rhein und die ganze Stadt. Der Eintritt für den Turm kostet 5 CHF.
  • Mittlere Brücke: Da die Stadt druch den Rhein quasi zweigeteilt ist gibt es hier jede Menge Brücke. Die Mittlere Brücke ist aber die schönste – und hat sich deshalb zum Symbol der Stadt entwickelt. Sie verbindet mit ihrer Länge von 192 Metern die Altstadt von Grossbasel mit der Altstadt von Kleinbasel.
  • Marktplatz mit dem Rathaus: Das leuchtendrote, imposanten Rathaus, der Sitz der Regierung des Kantons Basel-Stadt, könnt ihr gar nicht übersehen. Von außen wie von innen ist es einfach beeindruckend, sodass ihr gar nicht aus dem staunen heraus kommt. Auf dem Marktplatz davor findet bis heute der Markt statt.
  • Spalenberg und Johann Wanner Weihnachtshaus: Der Spalenberg mit seinen historischen Gässchen und malerisch verzierten Altstadthäusern ist die Heimat kleiner Boutiquen und Geschäften für das besondere Mitbringsel. Ein Geschäft hat hat es zu großer Berühmtheit gebracht: Das Johann Wanner Weihnachtshaus. Hier findet ihr das ganze Jahr über Baumschmuck, Nikolausfiguren, Engel, Schneesterne und vieles mehr.
  • Botanischer Garten: Der botanische Garten ist perfekt für eine kleine Ruhepause während eures Sightseeings.
  • Tinguely- bzw. Fasnachts-Brunnen: Wo früher die Bühne des alten Stadttheaters stand, hat Jean Tinguely 1977 verspielte Maschinenskulpturen in ein Wasserbecken gestellt und Basel damit ein neues Wahrzeichen geschenkt.
  • Messeplatz mit Messeturm: Eines der neusten Sehenswürdigkeiten ist die Messe – ein architektonisches Meirsterwerk! Der überdachte öffentliche Raum markiert den Eingang zu den Messen, und ist zugleich ein Begegnungsort für Einheimische und Gäste. Das markante Loch in der Mitte bezeichnen die Architekten als Fenster zum Himmel. Der 105m hoher Messeturm prägt die Skyline der Stadt.
  • Kunst überall: In der ganzen Stadt findet ihr moderne und historische Kunstwerke. Von Graffittis über Skulpturen bis hin zu Gebäuden als Kunstwerke ist alles dabei. Haltet die Augen offen!

Außerhalb der Stadt

  • Dreiländereck: Wie ich oben schon erwähnt habe liegt Basel direkt am Dreiländereckt. Deutschland, Frankreich und die Schweiz treffen hier aufeinander. Die tatsächliche Ländergrenze verläuft im Rhein, aber ein symbolischer Turm deutet auf den Ort hin. Und wer kann schon von sich behaupten in nur 10 Sekunden drei Länder bereist zu haben? 🙂
  • Kraftwerk Birsfelden: Klingt im ersten Moment nicht so toll… Mit unseren E-Bikes konnten wir recht entspannt zum Kraftwerk Birsefelden radeln und hier muss man sagen: der Weg ist das Ziel. Das hier eher ruhige Rheinufer wird von den Einheimischen zum entspannen genutzt. Wunderschöne Parkanlagen begleiten euch auf dem Weg hierhin.

Rheinschwimmen

Schon am ersten Tag in Basel haben wir uns gefragt: Sind die Schweizer eigentlich verrückt? Denn überall konnte man Leute im ganzen Rhein schwimmen sehen. Wer die großen Dampfer kennt, die in Köln und Umgebung auf dem Fluss unterwegs sind, der kann sich das schwer vorstellen. Aber da der Rhein hier nicht tief genug ist fahren hier nur kleinere Schiffe und diese auch nur in gesonderten Bereichen.

Und da war uns klar: Das müssen wir auch machen! Das besondere sind dabei wasserfeste Rucksäcke. Alles, was man so dabei hat, wird hinein gelegt und danach dient er als Schwimmhilfe auf dem Wasser. Man muss sich also nur auf seinen Rucksack legen und dann gemächlich von der Strömung treiben lassen. Es macht super viel Spaß, wenn das Wetter mitspielt solltet ihr euch diese Erfahrung auf keinen Fall entgehen lassen!

Der Einstieg ist am Rheinbord unterhalb des Museums Tinguely und von dort aus lässt man sich durch die ganze Stadt bis zur Dreirosenbrücke treiben – etwa 3,5 km!

Art Basel

Die berühmte Art Basel ist die weltweit wichtigste Kunstmesse und findet jedes Jahr vier Tage lang im Juni statt. Wie der Zufall es so wollte, waren wir genau zu dieser Zeit in der Stadt – und wollten dann natürlich auch einen Blick auf die vielen Kunstwerke des 20. und 21 Jahrhunderts werfen. Über 300 Galerien beteiligen sich an der Ausstellung, darunter auch das Museum of Modern Art und das Guggenheim Museum.

Ein Tagesticket kostet stolze 65 CHF (etwa 60 €) und ist damit absolut kein Schnäppchen. Die Tickets können vorab online gekauft werden. Wir wollten sie vor Ort kaufen und hatten das Glück, dass genau in dem Moment einige Besucher aus der Messehalle kamen und uns ihre Tagestickets geschenkt haben, die sie nicht mehr benötigten. Juhu!

Wenn ihr die Ausstellung besucht, dann solltet ihr schon einiges an Zeit einplanen und bequeme Schuhe mitbringen. In den drei Messehallen gibt es einiges zu sehen. Ich bin kein großer Fan von moderner Kunst und auf mich wirken die meisten Werke eher befremdlich. Für Kunstliebhaber ist die Ausstellung aber bestimmt sehr beeindruckend!

Essen und Trinken

Generell ist das Ausgehen in der Schweiz sehr teuer. Das war einer der Gründe warum wir uns für eine AirBnB Unterkunft statt einem Hotel entschieden haben. So konnten wir uns selber essen kochen und waren nicht auf Restaurants angewiesen. Das ist der einfachste Spartipp! Außerdem haben wir gerne mit unserer Gastgeberin zusammengesessen und uns bei der einen oder anderen Flasche Wein von ihrem Leben in Basel erzählen lassen.

Eine Bar wollten wir uns aber wirklich nicht entgehen lassen: Im obersten Stockwerk des 105m hohen Messeturms befindet sich die Panorama-Bar Rouge. Von hier aus habt ihr den besten Ausblick über die Stadt – und könnt bei ein paar leckeren Drinks den Sonnenuntergang genießen. Sobald es dunkel wird, ist die Tanzfläche eröffnet! Übrigens: Auch die Toiletten sind komplett verglast, damit ihr auch hier nicht auf den tollen Ausblick verzichten müsst.

Ausflug nach Zürich

Da wir beide vor unserem Basel Trip noch nie in der Schweiz waren wollten wir die Gelegenheit nutzen, um uns auch Zürich einmal anzusehen. Unsere Gastgeberin hatte dafür einen Spartipp für uns: Mit dem Zug sind wir von Basel aus ins deutsche Lörrach gefahren und von dort aus mit dem Flixbus nach Zürich. Die Fahrt dauerte 1,5 Stunden und die Kosten lagen bei 8 €. Zum Vergleich: Die direkte Zugverbindung Basel-Zürich dauert 1 Stunde und kostet 17 CHF (15€).