Vor einiger Zeit haben wir eine Reise nach Malta unternommen – dem Paradies für Wassersportler. Obwohl wir hauptsächlich entspannen wollten, kam bei uns natürlich auch die Entdeckerlust durch! Deshalb haben wir einen Tagesausflug nach Valletta, in die Hauptstadt Maltas gemacht, um uns dort die Sehenswürdigkeiten anzusehen. Sie ist übrigens nach Fläche und auch nach Einwohnerzahl die kleinste Hauptstadt der EU. Trotzdem gibt es einiges zu entdecken! Die Highlights haben wir hier für euch gesammelt:

Tritonenbrunnen und Valletta City Gate

Da unsere Unterkunft nicht direkt in Valletta war, sind wir mit dem Bus angereist. Dieser hat uns am historischen Eingangspunkt der Stadt abgesetzt: dem Stadttour mit dem eindrucksvollen Tritonenbrunnen davor. Okay, zugegeben: das aktuelle Stadttor ist nicht wirklich historisch, sondern wurde 2011-2014 dort errichtet. Aber an eben dieser Stelle wurde schon im 16. Jahrhundert das erste Tor der Stadt gebaut. Der moderne Bau ist aber nicht minder beeindruckend. Das gleiche gilt für den Tritonenbrunnen mit seinen 30m Durchmesser.

Upper Barrakka Gardens und Lower Barrakka Gardens

Wer Valletta besucht, darf sich den grandiosen Ausblick von den Upper Barrakka Gardens über den Grand Harbour nicht entgehen lassen. Von diesem Aussichtspunkt aus könnt ihr auf die drei Stadtteile Vittorosia, Senglea und Cospicua hinüberschauen sowie den kompletten Hafen Vallettas überblicken. Bringt also unbedingt eure Kamera mit!

Der Garten selbst wurde schon im Jahr 1661 als Rückzugsort für die Johanniterritter angelegt. Mittlerweile ist er öffentlich zugänglich und beherbergt viele verschiedene Pflanzen, sowie Statuen von Personen, die Malta geprägt haben.

In den Upper Barrakka Gardens habt ihr auch Zugang zu einem Aufzug, der euch in nur 25 Sekunden zum Hafen hinunter bringt.

Auch die Lower Barrakka Gardens sind eine wunderschöne Parkanlage, allerdings etwas kleiner und weniger bekannt als die Upper Barrakka Gardens. Er eignet sich perfekt als Oase der Entspannung nach einer anstrengenden Sightseeing-Tour.

Saluting Battery

Mitten in den Upper Barrakka Garden findet ihr die „Saluting Battery“: die ältesten noch genutzten Salutkanonen der Welt. Hier erwacht jeden Tag ein Stück Geschichte zum Leben.

Früher dienten die Saluting Battery zur Verteidigung des Hafens. Dann wurden dazu genutzt, um jeden Tag um Punkt 12 Uhr einen Salutschuss abzugeben, mit welchem Seeleute ihre Chronographen ausrichten konnten. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt. Außerdem werden die Kanonen manchmal zu besonderen Anlässen oder zur Begrüßung großer Schiffe abgefeuert.

Der Zugang zur Battery ist abgetrennt, ihr könnt aber eine geführte Tour buchen, um der Geschichte Maltas näherzukommen.

Fort St Elmo

Das Fort St Elmo ist eine Festung, die während der Zeit der Herrschaft des Johanniterordens von 1670 bis 1693 erbaute wurde. Das Fort bildet den nördlichen Abschluss der maltesischen Hauptstadt Valletta. Durch seine Lage spielte es bis zum Zweiten Weltkrieg ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Verteidigung Maltas.

Die bewegte Geschichte der Festung sowie Maltas militärische Vergangenheit lassen sich im Kriegsmuseum, das einen Teil des Komplexes einnimmt, erfahren. Wir haben das Museum nicht besucht, weil es einfach nicht so interessant für uns war. Das wahre Highlight an dem Fort war meiner Meinung aber auch ein anderes: Der Blick auf den Grand Harbour ist von diesem Standpunkt aus atemberaubend!

Der Eintritt in das Museum kostet 6 €, ermäßigt 4,50 € und für Kinder 3 €. Es ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Siege Bell Memorial

Ganz an der Spitze von Valletta findet ihr das Siege Bell Memorial. Das Mahnmal wurde 1992 auf einer ehemaligen Artilleriestellung errichtet und soll an die „Zweite große Belagerung“ Maltas erinnern. Diese fand im Zweiten Weltkrieg statt. Viele Malteser kamen dabei ums Leben und die Bevölkerung musste Hunger und Not erleiden.

Wir haben es uns auf den Treppen des Memorials bequem gemacht und ein rieisiges Kreuzfahrtschiff dabei beobachtet, wie es sich langsam in den Hafen von Valletta vorgearbeitet hat. Das war echt beeindruckend mit anzusehen. Denn auch, wenn der Hafen bestimmt kein Kleiner ist: auf solche Riesen ist er nicht ausgelegt.

Kathedralen in der Stadt

St. John’s Co Cathedral

Die St. John’s Co Cathedral wurde im 16. Jahrhundert als Ordenskirche des Johanniterordens gebaut. Zwar ist sie von außen eher unauffällig, dafür von innen umso beeindruckender: Es gibt aufwendige Deckenverzierungen und 375 verschiedenen Bodenplatten aus Marmor, unter denen Ritter des Johanniterordens beigesetzt wurden.

Die Kathedrale befindet sich in der St. John’s Street in Valletta und ist montags bis samstags zwischen 9.30 und 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 €, Kinder unter 12 Jahren sind frei.

Maria vom Siege Kirche

Die Maria vom Siege Kirche findet ihr direkt hinter dem Stadttor. Sie ist das erste Gebäude, das vom Malteserorden nach der Gründung Vallettas erbaut wurde – im Jahr 1567. Wie fast alle Kirchen in Vallette ist sie von außen eher unauffällig. Da sie aber römisch-katholisch ist, ist sie von innen sehr prunkvoll: aufwendig gearbeitete Deckengemälde und ein vergoldeter Altar erwarten euch hier.

Grandmaster Palace und Palace Square

Weiter geht’s zum Großmeisterpalast – oder il-Palazz, wie die Malteser ihn nennen. Die prunkvollen Räume werden oft für Staatsbesuche genutzt. Aufgrund der vielen kostbaren Kunstschätze sind die Räume natürlich auch für Besichtigungen zugänglich. Neben dem großen Sitzungs- und Ratssaal ist vor allem auch die Waffenkammer interessant, in der rund 6.000 Uniformen und Waffen an die Geschichte der Ordensritter erinnern.

Der Großmeisterpalast ist werktags von 10 bis 16 Uhr und am Wochenende von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Waffenkammer, kostet 4,60€ pro Person inklusive Audioguide.

Grand Harbour

Der Grand Harbour ist der Dreh- und Angelpunkt von Maltas Hauptstadt. Und es gibt keinen besseren Weg, als ihn mit einem Schiff zu erkunden! Wir haben uns für ein kleines Gondelboot (aber schon mit Motor) entscheiden – das hatte ein bisschen romantisches Venedig-Flair. Der Bootsführer hat uns einige Fun Facts zu Valletta erzählt und ansonsten haben wir einfach die wunderschöne Aussicht genossen. Das Boot startete in der Nähe des Barrakka Lifts und die Kosten lagen bei 10€ pro Person, aber die waren es defintiv wert!

Es gibt natürlich auch größere Ausflugsboote, die den Hafen erkunden. Diese legen meist ab Sliema oder dem Barrakka Lift ab und geben richtige Auditouren.

Wir haben auf unserem Städtetrip durch Valletta immer wieder in kleinen Cafés Halt gemacht, um einfach die Lebendigkeit der Stadt und ihrer Einwohner zu beobachten. Und dann war der Tag auch schon sehr schnell rum! Ich finde die Stadt aber wirklich schön und werde defintiv wieder hierhin kommen, wenn ich noch einmal auf Malta bin.

Wenn ihr während eurer Malta-Reise noch etwas Zeit habt, dann lohnt sich übrigens auch ein Tagesausflug zur Blauen Lagune!