Mai 2020 und Corona hat uns alle fest im Griff. Deshalb mussten wir unseren geplanten Campertrip durch Slowenien leider kurzfristig absagen und uns spontan eine Alternative überlegen. Deutschland soll doch auch ganz schön sein? Also haben wir uns ein wenig umgeschaut und uns dann entschieden eine Woche nach Cuxhaven zu fahren. Das ist nicht allzu weit von Zuhause entfernt, sodass man im Fall der Fälle noch schnell umdrehen kann – aber eben doch weit genug, um am Meer in Urlaubsstimmung zu kommen.

Eine Woche in Cuxhaven

Aufgrund der Situation haben wir uns dazu entschieden eine Ferienwohnung zu mieten. Dadurch hat man relativ wenig Kontakt zu anderen Leuten und kann sich auch mal selber ein leckeres Essen kochen. Das würden wir also unbedingt empfehlen! Unsere Unterkunft lag in Döse in der Nähe der Kugelbake. Das ist zwar etwas abseits der Tourismus-Hochburg Duhnen, aber die Ruhe fanden wir sehr angenehm,

Falls ihr keine Lust habt etwas zu kochen, dann können wir euch folgende Restaurants empfehlen:

  • Fischrestaurant Alt Döse
    Gehobene Küche, aber absolut zu empfehlen und unser Highlight im Urlaub! Unbedingt vorher einen Tisch reservieren.
  • Container am Strand Döse
    Bis ca. 19 Uhr bekommt ihr hier alles vom Fischbrötchen, über Crepes Pommes bis hin zu Cocktails. Da ist für jeden etwas dabei.
  • Restaurant Kliff in Sahlenburg
    Im Jahr 2020 wurde das stylische Restaurant neu eröffnet. Hier bekommt ihr leckere Burger und Salate.
  • Blauths Streetfood in Duhnen
    Frisch, kreativ, lecker und gesund: Hier bekommt ihr neben Fischbrötchen und Suppen auch Kartoffelwaffeln mit verschiedenen Toppings. Lohnt sich!

Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Cuxhaven

Während unseres Urlaubs in Cuxhaven wollten wir Deutschland neu kennenlernen, deshalb haben wir natürlich einige Aktivitäten unternommen. Hier findet ihr unsere Highlights:

  • Wattwanderung
    Natürlich ein absolutes Muss an der Nordsee. Wir haben eine Wattwanderung auf eigene Faust unternommen. Alles was ihr dafür wissen müsst und Infos zu geführten Touren findet ihr hier.
  • Kugelbake
    Früher diente sie den Schiffen als Orientierung, um den Weg in die Elbe zu finden. Heute ist die Kugelbake das Wahrzeichen von Cuxhaven und damit auch einen Besuch wert. In der Nähe der Kugelbake findet ihr auch ein Drachenflieger-Feld. Hier könnt ihr die waghalsigen Manöver der Profis beobachten oder selbst ein paar Flugversuche unternehmen.
  • Kurpark + Zoo
    In direkter Nachbarschaft liegt auch der Kurpark, der zum gemütlichen Spazieren und picknicken einlädt. Im integrierten Zoo findet ihr neben einigen heimischen Tieren unter anderem auch Pinguine.
  • Adventure Golf
    Mehr als nur Minigolf: Beim Adventure Golf wird auf naturähnlichen Rasenbahnen gespielt, diese sind aber mit starken Gelände-Modellierungen versehen. Und das ist gar nicht so einfach, macht aber jede Menge Spaß!
  • Radtour
    Wie ließe sich die Umgebung besser erkunden, als mit dem Rad? Auf dem Deich könnt ihr bequem von einem Ort zum nächsten fahren und unterwegs an verlassenen Stränden Pause machen. Wir haben es mit dem Rad von Döse bis nach Otterndorf geschafft. Dabei sind wir an einigen echt schönen Stränden und der Dicken Berta, einem historischen Leuchtturm, vorbei gekommen. Beim nächsten Mal würden wir uns aber E-Bikes leihen, wir haben den starken Küstenwind ziemlich unterschätzt. 😉 Wir hatten die Räder bei CUX-RAD gemietet, einem guten und günstigen Anbieter.
  • Alte Liebe
    Die Alte Liebe ist eine ehemalige Pier, die heute als Aussichtsplattform dient. Hier könnt ihr die Containerschiffe beobachten, wie sie sich langsam von der Nordsee in die Elbe vorarbeiten.

Bei unserem Besuch in Cuxhaven durften wir leider noch nicht wieder zur Insel Neuwerk herüber fahren. Das nehmen wir uns für das nächste Mal wieder vor.

Ausflug von Cuxhaven nach Helgoland

Überfahrt

Das Abenteuer Helgoland beginnt für viele schon bei der Überfahrt: Denn je nach Wetter kann das Boot ganz schön schaukeln – immerhin liegt die Insel mitten in der Nordsee. Zum Glück war das Wasser bei unserer Überfahrt aber sehr ruhig.

Wir haben uns für eine Fahrt mit dem modernen Katamaran der FRS Helgoline entschieden. Die Fahrt ist mit einem Preis von 71,80€ pro Person zwar teurer als das Seebäderschiff MS „Helgoland“ der Reederei Cassen Eils (49,90€ pro Person), dafür beträgt die Fahrtzeit pro Weg nur 1 1/4 Stunden statt 2 1/4 Stunden. Und dadurch hatten wir auch längere Aufenthaltszeit auf Helgoland.

Übrigens: Bei beiden Reedereien solltet ihr unbedingt vorher ein Ticket reservieren! In der aktuellen Corona-Situation dürfen sie nur mit geringerer Personenzahl fahren und da sind die Plätze schnell belegt.

Sehenswürdigkeiten auf Helgoland

Gleich auf dem Weg vom Schiffsanleger Richtung Zentrum erwartet euch das erste Highlight der Insel: die bunten Hummerbuden. Hier könnt ihr euch stärken, bevor ihr euch auf den Rundwanderweg um die Insel macht.

Von dort aus werdet ihr dank Hinweisschildern auf den ca. 5 km langen Rundwanderweg entlang der Klippen geleitet. Hier dürft ihr die Aussicht auf die wilde Nordsee und die vielen beeindruckenden Felsformationen genießen– natürlich auch auf die berühmte Lange Anna und die Lummenfelsen. Außerdem trefft ihr immer wieder auf die Inselbewohner: unzählige Schafe, Ziegen und Basstölpel. Sie gelten als die größten Vögel in der Nordsee und besuchen Helgoland zum brüten.

Nach dem langen Spaziergang könnt ihr euch einen kleinen Abstecher hinunter zum Strand gönnen und die Füße ins Wasser halten. Aber Vorsicht: Es ist verdammt kalt! Zum Abschluss des Tages darf eine Shoppingtour natürlich nicht fehlen. Denn Helgoland ist von der Mehrwertsteuer befreit, sodass Alkohol, Delikatessen und auch Kleidung hier etwas günstiger als auf dem Festland. Viele der Läden, allen voran Heiner Duty Free Shop, bieten übrigens auch Verkostungen der alkoholischen Getränke an, bevor ihr sie kauft. Man muss ja schließlich wissen worauf man sich einlässt. 😉

Jetzt seid ihr gefragt: Was sind eure Corona-Reiseziele? Erzählt uns in den Kommentaren davon! Wir brauchen noch Inspiration für unsere nächsten Urlaube 🙂